Was bedeutet 24-Stunden Pflege zuhause? Alles, was Angehörige wissen sollten

24 Stunden Pflege zu Hause - Info für Angehörige
Inhaltsverzeichnis

Die Mehrheit der Menschen möchte im Alter oder bei Pflegebedürftigkeit in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Wenn die häusliche Pflege jedoch immer komplizierter wird, erreichen Verwandte schnell ihre Grenzen. Die 24-Stunden-Pflege zu Hause ist eine weit verbreitete Lösung. Aber was genau heißt das, wie funktioniert sie und was sollte man beachten?

Wir erläutern in diesem Artikel, was der Begriff bedeutet, wie eine 24-Stunden-Betreuung organisiert ist und welche Vorteile sie für Familien bietet.

„Wir haben acht zentrale Themen, die Menschen im Zusammenhang mit der Pflege eines Angehörigen – insbesondere bei einer 24-Stunden-Pflege zu Hause – beschäftigen, recherchiert und zusammengefasst:“

 

  1. Gesundheit des Familienmitglieds

Für die meisten Familien hat das Wohl des pflegebedürftigen Menschen oberste Priorität. Sie haben sich gefragt:

  • An welchem Ort fühlt sich der Angehörige am wohlsten?

Viele Menschen möchten in ihrer vertrauten Umgebung bleiben, umgeben von persönlichen Gegenständen und gewohnten Abläufen. • Wie bleibt das soziale Umfeld bestehen?

Freundschaften, der Kontakt zu Nachbarn und Verwandten sowie das Festhalten an gewohnten Abläufen sind entscheidend für eine gute Lebensqualität und seelische Gesundheit.

  1. Qualität der Pflege und Betreuung

Unabhängig davon, wo die Pflege stattfindet, ist es den Angehörigen wichtig, dass sie zuverlässig und mit fachlicher Kompetenz durchgeführt wird.

  • Pflegestandards und medizinische Versorgung: Die Frage ist, ob die Standards in Heimen höher sind oder ob die ambulante Pflege besser auf individuelle Bedürfnisse eingehen kann.
  • Qualifiziertes Personal und Kontinuität: Eine vertrauensvolle Beziehung zu den Pflegekräften, kontinuierliche Betreuung und ausreichend geschultes Personal sind von großer Bedeutung.
  • Anforderungen mit Spezialisierung: Menschen mit Demenz, schweren körperlichen Einschränkungen oder speziellen Erkrankungen brauchen häufig eine spezialisierte Pflege, die nicht überall zu finden ist.
  1. Belastung der Familie und Selbstfürsorge

Die Pflege eines Familienmitglieds kann eine Bereicherung sein, ist aber auch sehr herausfordernd.

  • Aufwand und Organisation der Zeit: Viele haben Zweifel, ob sie die Pflegeaufgaben realistisch bewältigen können.
  • Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben: Vor allem Berufstätige müssen die Pflege, den Haushalt und ihre Arbeit unter einen Hut bringen.
  • Emotionale Belastung: Schuldgefühle, Stress und das Gefühl der Überforderung sind oft mit dabei. Die emotionale Nähe macht es vielen auch schwer, die Pflege abzugeben oder zu delegieren.
  • Eigene Gesundheit: Es ist leicht, die eigene Gesundheit zu vernachlässigen. Hilfsangebote oder Selbsthilfegruppen zur Entlastung werden häufig zu spät erkannt.
  1. Finanzierung und Kosten

Die Kosten für Pflege sind erheblich, egal ob zuhause oder im Heim.

  • Eigenanteil und Kostenvergleich: Familienangehörige wollen wissen, welche Option finanziell möglich ist. Eigenanteile können im Pflegeheim besonders hoch sein; jedoch entstehen auch bei häuslicher Pflege Kosten für Pflegedienste, Hilfsmittel oder Umbaumaßnahmen.
  • Finanzielle Unterstützung: Die Leistungen der Pflegeversicherung, wie Pflegegeld, Pflegesachleistungen oder Entlastungsbeträge, sollten beantragt und bestmöglich genutzt werden.
  1. Organisatorische und rechtliche Aspekte

Pflege beinhaltet auch administrative und rechtliche Klärung.

  • Verträge und Formalitäten: Welche Punkte sind wichtig, wenn man Heimverträge oder Verträge mit ambulanten Diensten abschließt?
  • Rechtliche Vorsorge: Es ist wichtig, dass Dokumente wie die Vorsorgevollmacht, die Betreuungs- oder die Patientenverfügung vorhanden und aktuell sind.
  1. Pflegeinfrastruktur und Angebote zur Entlastung

Die Möglichkeiten der Pflege werden stark durch den Wohnort beeinflusst.

  • Die Verfügbarkeit von Pflegeplätzen: Die Auslastung von guten Pflegeheimen ist oft hoch. Familienangehörige haben die Sorge, ob sie rechtzeitig einen Platz im Wunschheim finden.
  • Ambulante Pflegedienste und Entlastung: Zuhause ist es ebenfalls wichtig, dass es zuverlässige Pflegedienste gibt. Dienstleistungen wie Tagespflege, Kurzzeitpflege oder Alltagsbegleiter sind oft eine wichtige Hilfe.
  1. Ausblick und Nachhaltigkeit

Die Pflege ist ein dynamischer Prozess.

  • Ansteigender Pflegebedarf: Familien denken darüber nach, was geschehen wird, wenn der Zustand des Angehörigen sich verschlechtert und mehr Hilfe erforderlich ist.
  • Planung über einen langen Zeitraum: Alle Entscheidungen werden von der Suche nach einer nachhaltigen, sicheren und würdevollen Lösung begleitet.
  1. Bedarf an Informationen und Beratung

Zu Beginn fehlt oft das Wissen über Pflegegrade, Leistungsansprüche oder Abläufe. Es ist von großer Bedeutung, unabhängige Beratung zu suchen – sei es über Pflegestützpunkte, Pflegekassen oder Sozialdienste; dies kann die Entscheidungsfindung erheblich erleichtern.

 

Die meisten Familienangehörigen, die eine 24-Stunden-Pflege zu Hause in Betracht ziehen, schildern ganz unterschiedliche Überlegungen:

Anna S. (47) äußert: „Ich hoffe, dass meine Mutter in ihrer gewohnten Umgebung bleiben kann. „Aber ich merke, dass ich die Betreuung allein nicht mehr bewältigen kann.“

Michael R. (52) erklärt, wie sich der Alltag gewandelt hat: „Der Bedarf an Unterstützung wächst immer mehr. Eine 24-Stunden-Betreuung würde unsere Familie erheblich entlasten.

Bei Sabine K. (58) steht das Menschliche besonders im Fokus: „Mein Vater braucht jemanden, der Zeit für ihn hat und ihn im Alltag begleitet – jemanden, der wirklich da ist.“

Auch Tobias M. (44) spürt die steigenden Herausforderungen: „Die Organisation wird immer komplexer. 24/7 Hilfe wäre ein riesiger Fortschritt in Richtung Entlastung.

Elena W. (39) unterstreicht, wie wichtig Vertrautheit ist: „Wir wollen verhindern, dass unser Angehöriger in eine fremde Umgebung umziehen muss. „Eine konstante Betreuung zu Hause könnte das schaffen.“

Für Johannes B. (55) wird es immer schwieriger, Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen: „Ich arbeite viel und versuche gleichzeitig, alles, was mit der Pflege zu tun hat, zu organisieren. „Da bin ich oft am Ende meiner Kräfte.“

Petra L. (61) teilt ebenfalls den Wunsch nach mehr Kontinuität: „Für meinen Mann ist es einfacher, wenn er nicht ständig neue Personen kennenlernen muss. „Eine feste Bezugsperson wäre perfekt für ihn.“

Carsten H. (49) bringt ein häufiges Bedürfnis auf den Punkt: „Wir wollen einfach sicher sein, dass jemand da ist, der sich kümmert und die Übersicht behält.“

Lisa M. (33) hat die langfristige Stabilität im Blick: „Wir brauchen eine Lösung, die über die Zeit funktioniert. „Eine 24-Stunden-Pflege könnte eine Unterstützung für uns sein.“

Hannah F. (45) fasst zusammen, was viele denken: „Es ist mir wichtig, dass mein Angehöriger nicht allein ist – menschliche Nähe ist von unschätzbarem Wert.“

 

Was ist 24-Stunden Pflege zuhause?

Die 24-Stunden-Pflege ist ein Betreuungsmodell, bei dem eine qualifizierte Betreuungsperson rund um die Uhr im Wohnumfeld der pflegebedürftigen Person lebt. Sie assistiert im Alltag, spendet Gesellschaft und kann – je nach den Fähigkeiten – auch grundpflegerische Aufgaben übernehmen.

Wichtig: Der Begriff „24-Stunden-Pflege“ ist nicht immer klar. Betreuungskräfte sind nicht rund um die Uhr aktiv; sie wohnen im Haushalt und stehen bei Bedarf zur Verfügung, ähnlich wie eine hilfsbereite Verwandte.

Unterschied zur ambulanten Betreuung

Pflegedienste übernehmen die ambulante Pflege, indem sie mehrmals täglich vorbeikommen, um medizinische oder pflegerische Aufgaben zu erledigen.

Die 24-Stunden-Pflege zu Hause garantiert hingegen eine kontinuierliche Betreuung: Die Pflegekraft, die am Wohnort des Hilfebedürftigen lebt, sorgt für Begleitung, Sicherheit und Unterstützung im Alltag – insbesondere an Wochenenden und Feiertagen.

Merkmal 24-Stunden Pflege Ambulante Pflege
Anwesenheit Betreuungskraft lebt im Haushalt Kommt stundenweise
Aufgaben Betreuung, Haushalt, Grundpflege Medizinische Pflege, Grundpflege
Kostenmodell Monatliche Pauschale Abrechnung nach Einsätzen
Zielgruppe Personen mit hohem Betreuungsbedarf Personen mit Teilpflegebedarf

Oft ist eine Kombination beider Modelle ideal: Die 24-Stunden-Betreuung sorgt für Sicherheit und Nähe, der ambulante Dienst übernimmt medizinische Tätigkeiten wie Verbände oder Medikamentengabe.

Für wen eignet sich die 24-Stunden Pflege?

Die 24-Stunden Betreuung ist besonders geeignet für:

  • Senioren mit Pflegegrad 2–5, die nicht mehr allein wohnen können
  • Menschen mit Demenz, die vertraute Routinen brauchen (allerdings nach sorgfältiger Prüfung)
  • Pflegebedürftige, deren Angehörige berufstätig sind oder weit entfernt wohnen
  • Familien, die einen Heimeinzug vermeiden möchten

Auch wenn die Pflege zuhause herausfordernd ist, bietet sie enorme Vorteile: Nähe, Individualität und das Gefühl, im eigenen Zuhause bleiben zu dürfen.

Typische Aufgaben einer Betreuungskraft

Die Leistungen variieren je nach Pflegebedarf und Vereinbarung, umfassen aber meist:

1. Grundpflege und Unterstützung im Alltag

  • Hilfe beim Aufstehen, Ankleiden, Körperpflege
  • Unterstützung beim Gehen oder Aufstehen
  • Erinnerung an Medikamente

2. Haushaltsführung

  • Kochen, Einkaufen, Wäsche waschen, Reinigung
  • Organisation des Haushalts und Einkäufe

3. Gesellschaft und Aktivierung

  • Gespräche, Spaziergänge, Vorlesen
  • Förderung geistiger und körperlicher Aktivität
  • Begleitung zu Arztterminen oder Spaziergängen

Vorteile der 24-Stunden Pflege zuhause

  1. Vertraute Umgebung: Die pflegebedürftige Person bleibt im eigenen Zuhause – ein unschätzbarer emotionaler Vorteil.
  2. Individuelle Betreuung: Eine feste Bezugsperson schafft Vertrauen und Stabilität.
  3. Entlastung der Angehörigen: Familie wird spürbar entlastet, ohne schlechtes Gewissen.
  4. Kostenersparnis gegenüber Heimen: Häufig günstiger als stationäre Einrichtungen – je nach Pflegegrad und Förderungen. Eine neue Studie zeigt, dass es regionale Unterschiede bei den Pflegekosten im Heim gibt.
  5. Flexibilität: Die Betreuung kann an Bedürfnisse angepasst werden, etwa bei steigender Pflegeintensität.

Nachteile und Herausforderungen

Natürlich gibt es auch Punkte, die bedacht werden sollten:

  • Kosten: Je nach Herkunftsland und Leistungsumfang zwischen ca. 2.850 € und 4.500 € monatlich.
  • Rechtliche Aspekte: Betreuungskräfte aus Osteuropa müssen über legale Entsendung oder Anstellung abgesichert sein.
  • Eingewöhnung: Die Anwesenheit einer fremden Person im Haushalt kann anfangs ungewohnt sein.

Ein seriöser Anbieter sorgt hier für transparente Verträge, klare Abläufe und geprüfte Betreuungskräfte – so wird die Zusammenarbeit für beide Seiten angenehm.

⚖️ Rechtliche Grundlagen & Modelle

Es gibt drei legale Modelle für die häusliche Betreuung:

  1. Entsendemodell:
    Die Betreuungskraft ist in ihrem Heimatland angestellt (z. B. Polen) und wird nach der EU-Entsenderichtlinie legal nach Deutschland entsandt. Bei Attendus wird die 24-Stunden Pflege zuhause rechtssicher über das Entsendemodell organisiert.
    Vorteil: Rechtssicher, sozialversichert und kontrolliert.
  2. Arbeitgebermodell:
    Die Familie stellt die Betreuungskraft selbst an.
    ⚠️ Nachteil: Hoher bürokratischer Aufwand (Lohnabrechnung, Versicherungen, Vertretung im Krankheitsfall).
  3. Selbstständigkeitsmodell („Gewerbetreibende“) – Achtung, hohes Risiko!
    Manche Betreuungskräfte bieten ihre Dienste als „Gewerbetreibende“ oder „Freiberuflerinnen“ an.
    Das klingt zunächst unkompliziert, ist aber rechtlich sehr problematisch.
    In den meisten Fällen liegt Scheinselbstständigkeit vor, weil die Betreuungskraft:
    • in den Haushalt eingebunden ist,
    • Weisungen folgt und
    • feste Arbeitszeiten einhält.

Folgen können gravierend sein:

  1. Nachzahlungen von Sozialabgaben,
  2. Bußgelder und sogar
  3. strafrechtliche Konsequenzen für Auftraggeber.

💬 Achtung: Risiko Scheinselbstständigkeit!
Beschäftigen Sie keine „gewerbetreibenden“ Betreuungskräfte, die ihre Dienste auf eigene Rechnung anbieten.
In über 90 % der Fälle liegt rechtlich eine Scheinselbstständigkeit vor – mit teuren Folgen für Familien.
Vermeiden Sie dieses Risiko und setzen Sie auf das rechtssichere Entsendemodell mit geprüften Kräften, wie es attendus.de anbietet.

Was kostet 24-Stunden Pflege zuhause?

Die Kosten hängen von mehreren Faktoren ab:

  • Pflegegrad
  • Deutschkenntnisse und Qualifikation der Betreuungskraft
  • Betreuungsumfang (Tag/Nacht)

Ein realistischer Preisrahmen liegt zwischen 2.850 € und 4.500 € pro Monat.
Teile dieser Kosten lassen sich durch Pflegegeld, Verhinderungspflege und Steuererleichterungen reduzieren.

Kostenübersicht und Zuschüsse.

Worauf Sie bei der Auswahl einer Agentur achten sollten

  1. Rechtssicherheit: EU-konforme Entsendung und gültige Dokumente (A1-Bescheinigung).
  2. Transparente Kosten: Keine versteckten Gebühren oder Lockangebote.
  3. Erreichbarkeit & Betreuung: Gute Agenturen bieten auch während des Einsatzes Support.
  4. Qualität der Betreuungskräfte: Erfahrung, Sprachkenntnisse und Empathie zählen mehr als bloße Zertifikate.

Die 24-Stunden Pflege zuhause ist eine wertvolle Alternative zum Pflegeheim. Sie vereint Sicherheit, Nähe und Würde – für Pflegebedürftige ebenso wie für ihre Angehörigen.

Mit einer erfahrenen Agentur an der Seite lässt sich die Betreuung rechtssicher und individuell gestalten. So bleibt der Mensch dort, wo er sich am wohlsten fühlt: im eigenen Zuhause. Mehr Informationen über die Pflege zu Hause auf der Webseite des Bundesgesundheitsministerium.

Lassen Sie sich durch uns unverbindich beraten, welche Betreuungskraft zu Ihren Bedürfnissen passt.

 

Quellen:

VDK Pflegestudie

AOK-WldO-Studie

Springer-Gerontologie+Geriatrie

 

Hinweis auf möglichen Interessenskonflikt
Dieser Artikel wurde von einer Fachperson verfasst, die im Bereich der häuslichen Betreuung bzw. 24-Stunden-Betreuung tätig ist. Es besteht daher ein potenzieller Interessenskonflikt, da berufliche Erfahrungen oder geschäftsbezogene Tätigkeiten die inhaltliche Darstellung beeinflusst haben könnten. Trotz größtmöglicher Sorgfalt und Objektivität kann nicht ausgeschlossen werden, dass persönliche oder berufliche Perspektiven in die Bewertung der verschiedenen Pflegeformen eingeflossen sind.
Haftungshinweis
Die Inhalte dieses Artikels dienen der allgemeinen Information und stellen keine rechtliche, medizinische oder individuelle Beratung dar. Für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit wird keine Gewähr übernommen. Eine Haftung für Schäden aus der Nutzung der Informationen ist ausgeschlossen, sofern kein vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten vorliegt. Bitte wenden Sie sich bei konkreten Fragen an fachkundige Stellen.

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